Bauchspeicheldrüsenentzündung

Mit einer Bauchspeicheldrüsenentzündung ist nicht zu spaßen und der Gang zum Arzt ist sofort anzutreten. Denn wenn die chronisch wird (vor allem durch Alkoholmissbrauch), dann geht es ums Ganze, dann wird es lebensbedrohend. Eine solche Entzündung wird meist konservativ (ohne Operation) behandelt.

Dazu gehört der totale Nahrungsentzug, das Weiterleben wird in dieser Phase durch intravenöse Nährmittellösungen gesichert. Aber auch bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung können gesunde Hausmittel unterstützend, vorbeugend und lindernd wirken.

Zu viel Alkohol fördert Bauchspeicheldrüsenentzündung

Das allergrößte Übel ist ein konsequenter Alkoholmissbrauch. Schrauben Sie deshalb generell Ihren Alkoholkonsum zurück. Hat man bei Ihnen eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse festgestellt, dann herrscht ab sofort absolutes Alkoholverbot. Beugen Sie vor und unterstützen Sie eine Therapie durch den Verzicht auf fettes Fleisch und Vollmilchprodukte. Ein gutes Hausmittel: Würzen Sie alle fetten Speisen mit Kümmel. Oder essen Sie oft Artischocken. Beides entlastet die Bauchspeicheldrüse. Ebenfalls hilfreich: Der Verzicht auf Süßigkeiten.

Leinöl wirkt entzündungshemmend

Überhaupt spielen Nahrungsmittel und Gewürze bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung eine große Rolle. Verwenden Sie zum Kochen Leinöl. Das wirkt über seine Omega 3-Fettsäuren entgiftend und entzündungshemmend. Durchbrechen Sie den Rhythmus Frühstück-Mittagessen-Abendessen und verteilen Sie die tägliche Nahrungsaufnahme auf fünf bis sechs kleine Portionen. Steigen Sie beim Fleischkonsum generell auf Geflügel um. Zwei- bis dreimal in der Woche sollte das Abendessen nur aus Obst und Gemüse bestehen.

Ebenfalls geeignet sind Tees. Lassen Sie sich in der Apotheke folgende Teemischung anfertigen: 3 Teile Käsepappel, 3 Teile Löwenzahn, 3 Teile Odermennig, 3 Teile zerriebener Mariendistelsamen, 2 Teile Mistel, 1 Teil Ringelblume, 1 Teil Schafgarbe, 1 Teil Spitzwegerich, 1 Teil Tausendguldenkraut. Zubereitung: Zwei Teelöffel der Mischung mit zwei Liter kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten lang zugedeckt ziehen lassen, dann abseihen. Davon drei Wochen lang dreimal täglich eine Tasse lauwarm trinken. Oder trinken Sie täglich zwei Tassen Löwenzahntee (zwei Wochen lang).

Noch ein Hausmittel, das äußerlich angewendet wird. Nehmen Sie dreimal in der Woche folgendes Sitzbad (Wasser bis zum Nabel): 30 g Kamille und 30 g Pfefferminze mit zwei Liter kochendem Wasser übergießen, eine Viertelstunde ziehen lassen. Abseihen und ins Badewasser gießen. Darin eine Viertelstunde bei ca. 35/36 Grad baden. Danach den Unterleib mit Weizenkeimöl, Oliven- oder Kamillenöl abreiben.