Hausmittel gegen Übersäuerung

Das Problem der Übersäuerung betrifft Millionen Millionen Menschen. Und es hat wenig mit einem „sauren“ Magen zu tun. Es betrifft die Übersäuerung des Blutes, hervorgerufen durch eine Störung im Säure-Basen-Haushalt – mit verheerenden Folgen: Gicht, Müdigkeit, Arthritis und Arthrose, Nieren-, Blasen- und Gallensteine bis hin zum Bluthochdruck. Gegen die Übersäuerung gibt es viele Medikamente – es helfen aber auch die richtige Ernährung und bewährte alte Haumittel, mit denen Sie die Übersäuerung bekämpfen können und verhindern können.

Gesunde Ernährung verhindert die Übersäuerung

Wenn wir uns mit einer normalen Mischkost mit ausreichend Ballaststoffen ernähren, dann kann es eigentlich gar nicht zu einer Übersäuerung kommen. Aber das tun wir ja leider nicht. Die Übersäuerung des Körpers wird massgeblich durch den Verzehr säurebildender Nahrungsmittel und einer ungünstigen Lebensweise beschleunigt. Säurebildend sind vor allem tierische Eiweisse aus Fleisch, Wurst, Eiern, Milch und Milchprodukten. Schlecht sind auch Backwaren, die aus Weissmehl hergestellt werden und gesüßt sind. Aber auch synthetische Lebensmittelzusatzstoffe wie Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker (Glutamat), Süssstoffe wie z. B. Aspartam etc. tragen zur Übersäuerung bei.

Eintopf stoppt die Übersäuerung

In einem gesunden Körper herrscht zwischen Basen und Säuren ein Verhältnis von etwa 80 : 20. Zu den einfachen Hausmitteln gehören basische Lebensmittel. Basen bilden z. B. Äpfel, Birnen, Bananen, Orangen, Pflaumen, rote und weisse Weintrauben, Kiwis, Pfirsiche, Oliven und sogar Zitronen sind basisch. Beim Gemüse sollten Sie immer wieder zu den basischen Sorten greifen. An erster Stelle stehen da Kartoffeln, Lauch, Paprika, Schwarzwurzel, Rotkohl, Weisskohl (Sauerkraut), Karotten, grüne Bohnen, Pfifferlinge, Kohlrabi, frische Erbsen, Gurken und Wirsing. Wenn Sie zwei bis dreimal in der Woche einen schmackhaften Eintopf auftischen, dann haben Sie viel gegen die Übersäuerung getan.

Diese Lebensmittel sollten Sie bei Übersäuerung meiden

Natürlich müssen Sie auch wissen, welche Lebensmittel besonders viel zur Übersäuerung beitragen. Die sollten Sie meiden – oder aber mit basischen Lebensmittel kombinieren. So dass Ihr Basen-Säure-Gleichgewicht bereits beim Essen gewahrt bleibt. Da sind zu nennen Fleisch und Fleischbrühe, Wurst, Schinken, Eier und Schalentiere. Milch und alle Milchprodukte (auch von Schaf oder Ziege), Spargel, Artischocken, gehärtete Fette, gesüßte und kohlensäurehaltige Getränke, schwarzer Tee, Alkohol, Nudeln, Reis, Brot und Brötchen, Rosenkohl, Zucker und auch Honig, alle Nüsse ausser den Mandeln und auch Kaffee. „Um Himmelswillen,“ werden Sie sagen, „da kann man sich ja fast nicht mehr ernähren.“ Keine Angst: Sie müssen eben einfach diese sauren Lebens,Titel mit basischen Lebensmittel kombinieren. Ganz einfaches Beispiel: Schweinebraten mit Kartoffelknödel und Blaukraut. Wenn wir eine ganz normale Mischkost zu uns nehmen und auf den Ausgleich zwischen sauer und basisch achten – dann kann nichts passieren, es kommt zu keiner Übersäuerung.

Hier noch einige gute Hausmittel-Tipps gegen die Übersäuerung:

  • Legen Sie einfach einmal in der Woche einen Basen-Tag ein. Es wird nichts gegessen oder getrunken, was säurebildend ist.
  • Essen Sie immer mal wieder zwischendurch ein paar Gabeln rohes Sauerkraut.
  • Machen Sie regelmässig einen Kartoffeltag. Der Speiseplan könnte so aussehen:
    • Morgens gedämpfte Kartoffeln mit geriebenen Karotten, die mit Öl und Zitronensaft gewürzt sind.
    • Mittag einen Kartoffelbrei mit Blattsalaten, mit Petersilie bestreut und Muskat gewürzt. Gedämpftes Gemüse wie Fenchel, Karotten oder Sellerie.
    • Abends gibt es Röstkartoffeln oder Kartoffelbratling mit etwas Butter.
  • Machen Sie eine Kur mit Basenpulver oder -Tabletten. Dauert mehrere Wochen.
  • Nehmen Sie abends einen halben Teelöffel Natron ein.
  • Machen Sie Atemübungen und sehen Sie zu, dass Sie einmal am Tag richtig schwitzen. Man spricht nicht umsonst vom „sauren“ Schweiss.