Bluterguss Hausmittel

Bluterguss an der Hüfte einer Frau. Hämatom an der Hüfte einer Frau. Foto: © Harald Biebel - Fotolia.com

Sie sind mit der Stirn gegen eine Glastür geprallt, oder Sie haben sich gestoßen. Was passiert dann? Zuerst wächst eine Beule, dann aber verfärbt sich die Haut: Zuerst dunkelviolett bis schwarz, das wechselt später zu dunkelblau, grün und gelb: Sie haben einen ausgewachsenen Bluterguss (lat. Hämatom). Der Grund für diesen Bluterguss: Eine Verletzung von unter der Haut liegenden Blutgefässen.

Ist der Bluterguss sehr groß und breitet sich schnell aus, sollte er ärztlich versorgt werden, da hier die Möglichkeit besteht, dass eines der größeren Blutgefäße verletzt wurde. Unerkannt und unbehandelt können solche Gefäßeinrisse zu lebensbedrohlichen Schockzuständen durch den hohen Blutverlust führen. Bei sehr großen Hämatomen oder bei Blutergüssen in unmittelbarer Gelenknähe kann ein chirurgischer Eingriff nötig sein.

Man unterscheidet in der Medizin drei Arten von Hämatomen:

  1. Subkutaner Bluterguss: direkt unter der Haut
  2. Intramuskulärer Bluterguss: innerhalb des Muskelgewebes
  3. Periostealer Bluterguss: in der Knochenhaut

So verläuft der Abbau eines Hämatoms

Wenn das Hämatom von außen gut sichtbar ist, kommt es innerhalb von 24 Stunden nach der Verletzung zu einer roten bis rot-blauen Hautverfärbung. Durch den biochemischen Abbau des Bluts ändert sich die Farbe nach ein bis vier Tagen zu einem tiefen Dunkelblau, um etwa nach weiteren drei Tagen in eine grünliche Farbe überzugehen. Beginnend mit dem siebten Tag verfärbt sich das Hämatom erst in einen gelblich-bräunlichen Farbton, nach spätestens zwei bis drei Wochen ist es dann in der Regel völlig verschwunden.

Bei einem Bluterguss ohne Begleitverletzungen (Platzwunde, Knochenbrüche) genügt eigentlich ein Besuch beim Arzt um den genauen Verletzungsstand festzustellen. Danach können Sie den blauen Fleck selbst behandeln. Auch mit guten und bewährten Hausmitteln.

Ganz wichtig ist die sofortige Kühlung der betroffenen Körperstelle. Eisbrocken in eine Serviette packen und auf die verletzte Stelle drücken. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Haut nicht unmittelbar mit dem Eis in Berührung kommt.

Die verletzte Körperstelle unbedingt hochlagern. Dadurch wird der Blutfluss zum verletzten Gebiet verringert. Durch Hochlagern tritt weniger Blut aus, so dass sich das Hämatom langsamer oder sogar nicht weiter ausbreitet. Aufgrund der Kälte ziehen sich die zuführenden Blutgefäße zusammen und weniger Blut tritt in das Gewebe aus. Wenig bewegen, da die Muskulatur weiterhin gut durchblutet wird und sich der Bluterguss verstärken kann.

Auf ein Hämatom sollten auf keinen Fall warme Kompressen gelegt werden. Die Wärme erweitert die Blutgefässe, die Blutung wird nicht gestoppt, die Schwellung wächst und der Bluterguss erweitert sich und wird noch größer.

Noch zwei Dinge müssen Sie beachten, wenn Sie ein Hämatom schnell wieder in den Griff bekommen wollen: Massagen sind absolut kontraproduktiv und Alkohol ist strikt verboten. Der erweitert die Gefäße und verdünnt das Blut – die Blutung verstärkt sich. So geht ein blauer Fleck durch einen Bluterguss nur sehr langsam weg.

Der von einem Bluterguss betroffene Körperteil sollte unbedingt geschont werden, um eine neue Einblutung ins Gewebe zu verhindern und weitere Gefäßverletzungen zu vermeiden.

Bei der Behandlung von einem Bluterguss spielen Hausmittel eine große Rolle. Sie wirken an Ort und Stelle, lassen blaue Flecken verschwinden und lindern Schmerzen. So dass Sie oft auf Medikamente verzichten können. Bei der Behandlung wird oft auf Arnika zurück gegriffen.

Hausmittel zur Bekämpfung von einem Bluterguss:

  • Machen Sie Essigumschläge. Dazu vermischen Sie Essig mit Wasser und tränken ein Tuch damit. Legen Sie dieses auf die betroffene Stelle.
  • Arnika hat eine abschwellende Wirkung. Entweder legen Sie frische Arnikablätter auf Stelle, diese müssen Sie dann aber erst mit einem Mörser ein wenig zermatschen, oder Sie geben eine Arnikasalbe auf den Bluterguss.
  • Schmieren Sie ganz schnell Butter auf den Bluterguss. Die Säuren der Butter lösen ihn rasch auf.
  • Schneiden Sie eine Zwiebele in zwei Teile und legen Sie eine Zwiebelhäfte auf den Bluterguss. Nicht auf auf offene Wunden.
  • Je 10 g Arnika, Beinwurz, Johanniskraut, Königskerze und Ringelblume mischen, in einem halben Liter Wasser aufkochen, 10 Min. köcheln lassen, etwas abkühlen lassen, ein Tuch einweichen und als Kompresse verwenden.
  • 15 g Lanolin, 4 g Bienenwachs und 30 ml Olivenöl im Wasserbad erwärmen, 30 ml Rosskastanientinkur aus der Apotheke, sowie 20 Tropfen Wacholderöl zugeben und ziehen lassen. In ein Behältnis füllen und erkalten lassen. Einreiben oder als Kompresse auflegen.
  • Zerreiben Sie eine Handvoll Petersilie und verteilen Sie den Beie auf dem Bluterguss. Mit einer elastischen Binde sichern.
  • Bestreichen Sie den Bluterguss mehrmals am Tag mit Arnikagelee (Apotheke).