Haarpflege: Die besten Hausmittel

Haarpflege. Haare waschen. © somjring34 - Fotolia.com

Haarpflege ist das A und O für starke, gut sitzende Haare. Wenn Sie morgens nach dem Kämmen eine Handvoll Haare aus Bürste oder Kamm holen, wenn die Stirn immer höher wird oder sich am Hinterkopf eine sich immer stärker lichtende kreisrunde Stelle bildet – dann haben Sie ein Haarproblem – Sie haben kaputte Haare. In der Regel hilft schon eine gründliche und natürliche Haarpflege mit Hausmitteln.

Doch auch von innen wird das Haar bedroht: Zu starke Talgbildung, führt zu fettigem Haar. Erkrankungen der Haut, schlechter werdende Durchblutung der Kopfhaut, mangelnde Versorgung der Haarwurzeln – das alles fordert seinen Tribut. So lange es sich nicht um eine böse Schuppenflechte handelt ist der Gang zum Arzt eigentlich nicht erforderlich. Da können wir uns in den meisten Fällen mit guten gesunden Hausmitteln bei der Haarpflege behelfen.

Das Problem: fettige Haare

Fettige, brüchige und ausfallende Haare, das betrifft nicht nur die Männer – das Problem kennen auch Frauen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich bei Hausmittel gut auskennen. Da wäre zum Breispiel die Zwiebelkur: Hacken Sie eine frische süße Zwiebel sehr klein und mischen Sie diese mit Honig. Mindestens drei Stunden ziehen lassen, am Abend auf die Kopfhaut auftragen, gut abdecken und über Nacht einwirken lassen. Am Morgen sehr sorgfältig lauwarm ausspülen. Alle drei Tage für vier Wochen wiederholen.Diese Kur kräftigt den Haarboden, gleichzeitig vertreiben die Wirkstoffe der Zwiebel Bakterien, Pilze und Parasiten aus Ihrem Haar.
Wenn Sie feines Haar haben, oder kaputte Haare bereits vorhanden sind, dann sollten Sie unbedingt darauf verzichten, Ihr Haar über längere Zeit mit festen Gummiringen zusammen zu halten – das macht das Haar brüchig. Es ist auch falsch, wenn Sie das Haar täglich waschen. Ein Abstand von drei bis vier Tagen ist besser.

Die richtige Haarwäsche

Ganz wichtig für die Haarpflege ist die richtige Haarwäsche. Verwenden Sie niemals normale Seife, um sich den Kopf zu waschen. Die meisten Seifen enthalten Duftstoffe, die den Haarboden angreifen.  Nach der Haarwäsche sorgfältig lauwarm ausspülen. Bleiben Reste des Waschmittels zurück, kann das zu vermehrter Talgproduktion oder zu Schuppen führen. Faustregel: Fünfmal so lange spülen wie waschen. Für Ihre Kopfhaut und für Ihr Haar ist das Föhnen eine große Belastung. Drücken Sie nach dem Waschen mit einem weichen Frottee-Handtuch das Wasser sanft aus dem Haar, kein wildes Rubbeln. Dann machen Sie aus einem sehr saugstarken Handtuch einen Turban, den Sie zehn Minuten auf dem Kopf lassen.

Die richtige Ernährung

Die richtige Ernährung ist ein natürliches Hausmittel für die Haarpflege. Umwelt, schlechte Luft, Hitze und Kälte greifen die Haare an, Sie bekommen Haarprobleme, die Haare fallen aus.  Diese haben sehr oft ihre Ursachen in einem Mangel an Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen. Stellen Sie Ihre Ernährung so um, dass Sie genügend natürliche Vitalstoffe bekommen (Obst, Gemüse, Fisch, Eiweißprodukte in der Magerstufe). Dann werden Ihre Haare auch wieder schneller wachsen.

Mehr Hausmittel für die Haarpflege

  • Mischen Sie Glyzerin und Zitronensaft im Verhältnis 1 : 1 reiben Sie sich damit mehrmals in der Woche die Kopfhaut ein.
  • Kämmen Sie vor dem Waschen die Haare durch und machen Sie es vor der Wäsche mit lauwarmem Wassere sehr nass. Das gilt auch für die Kopfhaut.
  • Waschen Sie das Haar mit Bier aus, lassen Sie das Bier auf dem Kopf halb trocken werden, nach etwa 20 Minuten sehr gründlich ausspülen.
  • Wenn Sie föhnen, dann nur bei niedriger Temperatur und mit einem Abstand von mindestens 15 Zentimetern.
  • Bereiten Sie aus frischem Hühnerei und Weizenkeimöl eine eigene Haartinktur zu.
  • Lassen Sie bei auftretenden großen Problemen Ihr Haar beim Arzt auf Pilzbefall untersuchen.
  • Kochen Sie ein Pfund Brennnesseln mit einem halben Liter Wasser auf, seihen Sie den Sud durch und reiben sich nach dem Abkühlen damit die Kopfhaut ein.
  • Benutzen Sie zum Kämmen nur Bürsten oder Kämme aus Hartgummi oder Horn.
  • Reinigen Sie Bürsten und Kämme regelmäßig mit Shampoo.
  • Pflegen Sie fettiges Haar mit Shampoos, die Zinnkraut oder Panama-Rinde enthalten.
  • Haare mit Dauerwellen pflegen Sie am besten mit Avocado- oder Kamille-Shampoos. Das hilft auch, wenn Ihr Haar durch Färben sehr stark strapaziert wurde.
  • Schuppen gehen Sie am Besten mit Klettenwurzel- oder Huflattichwaschmitteln an.
  • Mischen Sie einige Tropfen Teebaumöl in Ihr Shampoo.
  • Regelmäßige Waschungen mit Lindenblütentee geben Glanz und Frische.
  • Nehmen Sie einen halben Liter Essig auf einen Liter Wasser und kochen Sie damit 200 g Brennesseln etwa eine halbe Stunde auf. Damit dreimal in der Woche die Kopfhaut einreiben und massieren.
  • Hören Sie das Rauchen auf. Nikotin verengt die Gefäße, die hauchdünnen Äderchen in der Kopfhaut können die Haarwurzeln nicht mehr mit Nährstoffen versorgen, die Haare sterben ab.
  • Schneiden Sie eine große Zwiebel in Würfel, geben Sie 100 ml Franzbranntwein dazu, in einer verschlossenen Flasche zwei Wochen stehen lassen, dann durchseihen und mit zwei Tassen Wasser verdünnen. Damit massieren Sie täglich die Kopfhaut.