Hausmittel gegen Hautkrebs

Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 200 000 Menschen an Hautkrebs. Vor allem im Sommer ist die Gefahr sehr groß. Wir unterscheiden dabei zwischen schwarzem und weißen Hautkrebs. Letzterer ist nicht so gefährlich, beide Krebsarten müssen aber ernst genommen werden und Sie müssen damit zum Arzt gehen, wenn Sie bedenkliche Veränderungen auf der Haut entdecken. Aber es gibt auch bewährte Hausmittel, die Sie im Sommer vor der Gefahr von Hautkrebs schützen können.

Das wichtigste ist der Sonnenschutz. Denn die Sonne entwickle im Sommer eine gewaltige UV-Strahlung, und damit steigt auch die Gefahr für einen Hautkrebs. Ihr Körper spürt die UV-Strahlung nicht, es gibt also keine Warnungen, wenn die Dosis zu hoch wird. Bedenken Sie: Immer wenn Sie schön braun werden kann auch die Haut geschädigt werden. Deshalb: Meiden Sie unbedingt die Sonne zwischen 11.00 und 16.00 Uhr und tragen Sie Kleidung, die zwar leicht und luftig ist, die aber viel Haut bedeckt. Das entspannte Brutzeln im Liegestuhl, das Gesicht der Sonne zugewandt – das sollten Sie bleiben lassen.

Der beste Schutz ist: Eincremen, eincremen und nochmals eincremen. Benutzen Sie keine Bräunungscreme, sondern eine Schutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktur. Der sollte bei starker Sonneneinstrahlung und langem Aufenthalt im Freien mindesten den Faktor 30 haben. Wenn die Sonne vom Himmel knallt, ist der Schatten zwar kühl – aber er schützt nicht vor den UV-Strahlen: Die Gefahr einen Hautkrebs zu bekommen steigt. Also auch hier cremen oder sich bedecken.

In Australien ist das Thema Hautkrebs besonders relevant. Dort entdeckten Forscher aus Brisbane durch Versuche an Patienten, das der Saft der Garten-Wolfsmilch sehr gut gegen nicht-melanomatöse Hautkrebsarten (z.B. weißer Hautkrebs) wirkt. Das liegt offenbar an einem in der Garten-Wolfsmilch enthaltenen Stoff namens Ingenol-Mebutat. Dieser Saft ist in der Garten-Wolfsmilch enthalten und zerstört eindeutig Krebszellen.

Extrakte und Salben der Ringelblume haben bei den Vorstufen von Veränderungen der Hautoberfläche eine positive Wirkung gezeigt. Die Inhaltsstoffe dieses Heilkrauts gelten schon seit Jahrhunderten als hautfreundlich und werden bei verschiednen Hauterkrankungen eingesetzt. Desgleichen haben die Pflanzenfarbstoffe bestimmter Obst- und Gemüsesorten eine vorbeugende Wirkung auf die Entstehung von Hautkrebs. Dazu gehören Tomaten, Brokkoli, Weintrauben, roter Paprika und Papaya. Es gibt da aber keine Erkenntnisse, wie viel und wie oft diese Früchte gegessen werden müssen um eine Wirkung zu erzielen.

Vorstufen des Weißen Hautkrebses können sehr gut ärztlich mit der Photodynamischen Therapie behandelt werden. Dabei wird eine Substanz auf die betroffenen Stellen aufgetragen und mit rotem oder manchmal blauem Licht bestrahlt. Es gibt aber auch die Möglichkeit gegen diese Vorstufe (aktinische Keratose) mit speziellen Cremes vorzugehen oder sie mit einem Kältespray zu vereisen. Auch eine Laserbehandlung ist möglich. Auch kann der Arzt die verhornten Stellen mit einem Skalpell abschälen.