Hausmittel gegen Hexenschuss

Eine einzige unvorsichtige oder überraschende Bewegung genügt oft – und schon bleibt man mit schmerzverzerrtem Gesicht reglos in der Position stehen, die man gerade innehat: Der „Hexenschuss“ hat zugeschlagen. Die Ursachen sind vielfältig: Das können die Blockierung eines Wirbel- oder Kreuz-Darmbein-Gelenks, ein Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelbereich, ausgeprägte Muskelverspannungen oder Verschleiß von Wirbelgelenken sein. Und weil in dieser Körpergegend reichlich Nerven sitzen, tut es meistens auch richtig saumäßig weh. Vor allem: Man kann sich kaum noch bewegen. Wer einen richtigen Hexenschuss hat, der ist fast völlig hilflos. Dagegen gibt es nun zahlreiche Mittel und Spritzen. Aber bevor Sie zu diesen schweren Geschützen greifen, sollten Sie es vielleicht lieber erst einmal mit den guten gesunden Hausmitteln ausprobieren. Ob Wärme oder Kälte – das wird völlig individuell empfunden und muss jeder für sich selbst entscheiden. Wenn es nach drei Tagen nicht besser wird, dann ab zum Arzt.

19 Tipps gegen Hexenschuss

  1. Legen Sie sich in Stufenlage (auf den Rücken legen, die Beine rechtwinklig beugen) oder in eine Seitenlage mit angezogenen Beinen.
  2. Legen Sie sich eine Wärmflasche auf den Rücken, das weitet die Blutgefäße. löst Verkrampfungen.
  3. Besorgen Sie sich Fango (zum Erwärmen in der Mikrowelle) und machen Sie sich eine Rückenpackung.
  4. Wenn Für Sie Kälte besser ist, dann berieten Sie sich eine Kältepackung aus Kryogel oder einem anderen kühlenden Gel.
  5. Schlagen Sie sich mit frischen Brennnesseln auf den Rücken. Müssen Sie mehrmals machen, auch wenn es weh tut.
  6. Wenn Sie dazu in der Lage sind, duschen Sie sehr heiß und richten Sie den Duschstrahl auf die betroffene Stelle.
  7. Nehmen Sie ein heißes Entspannungsbad.
  8. Lassen Sie sich den Rücken mit warmem Essigwasser abreiben. Danach einen Umschlag mit heißen, zerdrückten Kartoffeln machen. Gut abdecken.
  9. Reiben Sie dreimal am Tag den Rücken mit Mandarinenbaum-Essig ab.
  10. Dient der Vorbeugung: Stellen Sie sich mehrmals am Tag aufrecht hin, mit etwas gegrätschten Beinen. Und nun lassen Sie das Becken 10 bis 20 Mal kreisen, zuerst im Uhrzeigersinn, dann gegen den Uhrzeigersinn.
  11. Machen Sie eine Kur mit Teufelskralle-Präparaten.
  12. Machen Sie zwei Gläschen Schnaps heiß, tränken Sie damit ein Tuch und legen Sie dieses so heiß wie möglich auf den Rücken. Mehrmals wiederholen.
  13. Reiben Sie die betroffenen Stelle mit erwärmtem Johannisöl ein.
  14. Mischen Sie frisch geriebenen Meerrettich im Verhältnis 1 : 1 mit Weizenvollkornmehl. Erwärmen Sie das Gemisch, so daß die ätherischen Dämpfe des Meerrettich frei werden und reiben Sie die betroffenen Stellen damit ein.
  15. Nehmen Sie ein heißes Bad mit Heublumenzusatz.
  16. Massieren Sie sich (mit Hilfe) den Rücken leicht mit Arnikaöl.
  17. Kampfer als Salbe aufgetragen löst Krämpfe und fördert die Durchblutung.
  18. Machen Sie abends einen Aufguss mit Weidenrinde (Apotheke).
  19. Wenn Ihnen Kälte hilft: Besorgen Sie sich Enelbin-Kaolin aus Lava-Erde (Apotheke). Die Paste im Kühlschrank einkühlen, dann auftragen und über Nacht einwirken lassen. Kühlend wirken auch Einreibungen mit Franzbranntwein oder mit Franzbranntwein-Gel (Apotheke)