Krätze Hausmittel

Die Krätze (Skabies) ist eigentlich eine Krankheit, die man bei uns schon seit Jahrzehnten für ausgerottet hielt. Nun aber ist sie zurückgekehrt, Kindergärten und Schulen melden ein verstärktes Auftreten, aber auch die Zahl der erkrankten Erwachsenen wächst rapide. Ursache des Leidens sind die so genannten „Krätzmilben.“ Die befruchteten Milbenweibchen graben kleine Gänge in die Haut und legen dort ihre Eier ab. Nach ungefähr drei Wochen sind darauf geschlechtsreife Krätzmilben geworden, die sich nun weiter vermehren können.

Das Ansteckungsrisiko ist sehr hoch, mit einer Krätze müssen Sie zum Arzt, die Krankheit ist auch meldepflichtig. Bei uns tritt die Krätze meistens im Herbst und im Winter auf. Aber zum Glück hat uns die Natur auch gesunde Hausmittel geschenkt.

Eines der obersten Gebote gegen oder auch bei einer Krätze ist die Sauberkeit. Sie müssen Ihre Bettwäsche öfter wechseln, die Unterwäsche täglich und die andere Kleidung mindestens nach drei Tagen. Die Hände müssen ebenfalls öfter gewaschen werden. Da Krätze durch Berührungen übertragen wird sollten Sie jeden Hautkontakt mit Menschen vermeiden, die an der Krankheit erkrankt sind. Die von Ihnen benutzten Handtücher sollten Sie sehr heiß waschen, besser ist es, wenn Sie diese auskochen, das tötet die Krätzmilben mit Sicherheit.

Genauso hilfreich wie die Hitze ist auch die Kälte. Deshalb sollten Sie Ihre körpernahe Kleidung und die Kuscheltiere der Kinder einen Tag lang im Gefrierfach einfrieren. Das tötet die Krätze-Erreger hundertprozentig. Zu Sauberkeit gehört auch, dass Sie Ihre Polstermöbel und den Fußbodenbelag zweimal täglich gründlich mit dem Staubsauger behandeln. Eines müden Sie unbedingt beachten: Auch wenn es sehr juckt, die befallenen Stellen niemals kratzen. Denn dann könnten Keime in die Haut übertragen werden, es kommt zu Entzündungen.

Weitere Tipps gegen Krätze:

  • Waschen oder bestäuben Sie die befallenen Stellen mit 5%igem Essig.
  • Behandlungen mit Lavendelöl sind ebenfalls nützlich.
  • Hängen Sie das Bettzeug und die Kleidung täglich (wenn es geht) an die frische und kalte Luft, da sterben die Erreger ab.
  • Reiben Sie die betroffenen Hautstellen mit 5%igem Teebaumöl ein.
  • Nehmen Sie Bäder, denen Rosmarinöl zugesetzt wurde.
  • Machen Sie ansteigende Arm- und Fußbäder und setzten Sie dem Wasser Kampfer zu.