Magenschmerzen mit Hausmittel behandeln

Magenschmerzen Eine Wärmflasche lindert Magenschmerzen. Foto: © Lars Zahner - Fotolia.com

Der Magen zwickt, der Magen drückt, der Magen ist sauer – Sie haben Magenschmerzen. Da haben Sie Millionen Leidensgenossen, denn unser Lebens- und Ernährungsstil führt immer häufiger zu Magenschmerzen. Und die führen wiederum zu Magenschleimhautentzündung, zu Magengeschwüren und letzten Endes vielleicht sogar zum Magenkrebs.

Eines voraus: Mit Magenschmerzen müssen Sie zum Arzt gehen, auch eine Magenspiegelung ist oft notwendig und heutzutage kein großes Problem mehr. Aber Sie können auch zusätzlich Ihre Magenprobleme mit gesunden Hausmitteln behandeln – oder ihnen vorbeugen.

Anis verhindert Magenschmerzen

Oft entwickeln sich aus einem Druckgefühl oder einer leichten Übelkeit im Magen nach einiger Zeit richtig beschwerliche Magenschmerzen. Damit es gar nicht erst soweit kommt, empfehle ich ein altbewährtes Hausmittel: Bereiten Sie sich bei Magenschmerzen, Übelkeit oder Druck im Magen folgenden Kombitee zu: Pfefferminzblätter (20 g), Kamillenblätter (10 g), Melissenblätter (10 g) und angestoßene Anisfrüchte (5 g). 2 TL der Mischung mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Min. bedeckt ziehen lassen, abseihen. Bei Schmerzen, Druckgefühl oder Übelkeit immer eine Tasse trinken. Bei dieser Mischung ist der Anis das wichtigste Kraut. Seine wichtigen Inhaltsstoffe sind Acetylcholin, ätherische Öle, Bor, Kampfer, Thymol und Vitamin C. Als Tagesdosis werden für Erwachsene und Kinder ab sechs Jahren vier Gramm, für Kinder zwischen zwei und sechs Jahren zwei Gramm und für Babies ein Gramm empfohlen.

Magenschmerzen haben oft seelische Gründe

Wir alle kennen den Spruch: “Das ist mir auf den Magen geschlagen.” Damit meinen wir immer eine sehr unangenehme Überraschung oder ein schlimmes Erlebnis. Der Magen reagiert dann gereizt bis hin zu richtigen Magenschmerzen. Auch eine übermäßige seelische Dauerbelastung (Arbeitsstress, Verlustängste, Liebeskummer) kann die Ursache sein. Ja sogar die Angst vor einer Krankheit kann die Magenschmerzen auslösen. Wie können Sie sich nun davor schützen? Das ist relativ einfach: Reduzieren Sie die Stressauslöser, lassen Sie sich nicht mehr alle unangenehmen und schwierigen Aufgaben aufbürden, reduzieren Sie Ihren Ehrgeiz. Lernen Sie Absagen zu erteilen und sagen Sie nicht zu jedem Auftrag und zu jeder Bitte Ja und Amen.

Haferbrei bei Magenschmerzen

Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben und generell zu Magenschmerzen neigen, dann gibt es ein ganz einfaches Hausmittel gegen dieses Übel: Essen Sie eine Woche lang jeden Morgen zum Frühstück einen Haferflockenbrei, leicht gesalzen. Das sollten Sie immer in regelmäßigen Abständen wiederholen. Ihr Magen wird sich beruhigen, die Schmerzen werden verschwinden oder gar nicht erst auftreten. Hafer hat einen sehr hohen Gehalt an Vitaminen, Nähr- und Mineralstoffen. Außerdem hat er einen hohen Anteil an Ballaststoffen (zehn Prozent, wasserlösliche und unlösliche Ballaststoffe ungefähr zu gleichen Teilen) die auf Magen und Darm regulierend wirken. Das im Hafer enthaltene Hafer-Beta-Clucan verringert nachweislich den Cholesteringehalt im Blut.

Blaubeeren schützen vor Magenschmerzen

Blaubeeren kennen wir als Kompott, als Marmelade und auf Torten. Aber wussten Sie, das getrocknete Blaubeeren (in der Apotheke erhältlich) ein altbewährtes Mittel gegen Magenschmerzen sind? Hier das sehr einfache Rezept: Weichen Sie 1 Esslöffel getrocknete Blaubeeren (in der Apotheke erhältlich) in 200 ml Wasser 10 Minuten ein. Nach 10-minütigem Kochen unter ständigem Rühren passieren Sie das Ganze und trinken Sie davon in kleinen Schlucken. Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Blaubeere sind Gerbsäure und Anthocyane. Die Frucht ist magenfreundlich, beruhigt die Magennerven, stärkt das Abwehrsystem und verhindert, das aus Magenschmerzen Magengeschwüre werden. In den Sommermonaten bis in den Herbst hinein können Blaubeeren frisch genossen werden.

Schüssler Salze gegen Magenschmerzen

Wenn Ihr Magen nicht in Ordnung ist, dann ist Gefahr im Verzug. Denn Magendrücken, Völlegefühl, Schmerzen können Anzeichen für eine Magenschleimhautentzündung, für Magengeschwüre und letzten Endes auch für Magenkrebs sein. Also genau beobachten und untersuchen lassen. Sie können Ihren Magenproblemen aber auch mit Schüsslersalzen zu Leibe rücken:

Nr. 3. Ferrum phosphoricum
Nr. 4. Kalium chloratum

Das Ergänzungssalz:
Nr. 18. Calcium sulfuratum

Sie können alle genannten Salze, maximal drei Salze zur gleichen Zeit einnehmen, oder aber nur ein einzelnes Salz nehmen. Dosierung: Drei bis sechs mal täglich eine bis drei Tabletten bis die Magenschmerzen vorbei sind. Nehmen Sie die Tabletten nacheinander einzeln und lassen Sie diese im Mund zergehen.

Hier noch weitere bewährte Hausmittel, mit denen Sie gegen Magenschmerzen angehen können:

  • Nehmen Sie jeden Morgen eine Tasse Koriander-Tee.
  • Trinken Sie nach einem schweren und fetten Essen Artischockensaft.
  • Oder trinken Sie einen – aber wirklich nur einen – Magenbitter.
  • Machen Sie folgende Kur: Zwei bis drei Wochen lang, jeden Tag zwischen den Mahlzeiten eine Tasse Kamillentee trinken. Sie sollten auf vier Tassen kommen.
  • Zermahlen oder zerstoßen Sie 100 g Kümmel, 5 g Koriander, 5 g Sternanis. Mit 300 g Kandiszucker mischen und mit 700 ml Wodka abfüllen. Gut verschließen und vier Wochen ziehen lassen. Abseihen und nochmals 14 Tage beiseite stellen. Nach dem Essen ein Schnapsglas davon trinken.
  • Trinken Sie einen Tee aus Basilikumblättern.
  • Legen Sie sich eine Wärmflasche auf den Oberbauch.
  • Trinken Sie ein Glas lauwarmes Wasser auf ex.
  • Trinken Sie einen warmen Tee, Kümmel und Fenchel gemischt.
  • Lösen Sie eine Messerspitze Natron in Wasser auf und trinken Sie das Glas langsam leer.
  • Essen Sie einen Teller entfettete Hühnersuppe.
  • Falls Sie noch rauchen – sofort beenden.
  • Mischen Sie 1 TL Brombeerblätter und 1 TL Kamilleblüten. Übergießen Sie die Mischung mit 1/4 l kochendem Wasser und lassen den Tee 5 Minuten ziehen. Seihen Sie ihn dann ab und trinken Sie von diesem Tee in kleinen Schlucken. Nicht süßen.
  • Vermeiden Sie sehr stark gesalzene oder scharf gewürzte Speisen.