Hausmittel gegen Nackenschmerzen

Jede Bewegung schmerzt, wir können den Kopf kaum drehen, Rückwärtsfahren im Auto ist fast unmöglich – wir haben schwere Nackenschmerzen. Das trifft auf Millionen Menschen zu. Falsche Sitz- und Arbeitspositionen, ein kalter Wind und schon schmerzen die Muskeln im Nacken und sind verspannt. Dem berühmt-berüchtigten „steifen Hals“ können Sie durchaus mit Hausmitteln beikommen. Auch wenn die Auslöser psychischer Natur sind.

Nackenschmerzen: Die Muskeln entspannen

Eine große Hilfe bei der Lösung von verkrampften Nackenmuskeln bietet eine Physiotherapie. Dabei löst der Physiotherapeut die verspannte Nackenmuskulatur mit Massagen oder bestimmt Handgriffen. Die Gelenkblockaden und Verspannungen werden mit den Händen gelöst. Es sind immer mehrere Behandlungen nötig. Dabei wird Ihnen der Physiotherapeut/in auch die nötigen Übungen und Handgriffe für eine Behandlung der Nackenschmerzen zeigen. Fast immer gehört auch eine Behandlung mit natürlicher Wärme (Fangopackung) zu einer Behandlung von quälenden Nackenschmerzen. Mit der Progressiven Muskelentspannung nach Jacobson wird jeder Muskel im Körper nach zehn Sekunden starker Anspannung bewusst locker gelassen. Da sich die psychische Anspannung körperlich als Muskelverspannung zeigt, kommt bei dieser Technik auch der Geist zur Ruhe. Und die Rückenschmerzen verschwinden.

Wärme für den Nackenbereich

Wärme ist für die verspannten Muskeln im Nackenbereich das A und O einer erfolgreichen Therapie. Der Hals, die Halsmuskulatur und die Halswirbelsäule müssen einfach warm gehalten werden. Ein heißes Bad, ein wärmender Schal, ein schützender Rollkragenpulli lockert die Muskulatur auf und lindert Ihre Schmerzen. Sehr gut sind auch Wärmepflaster, die über Stunden ihre Wärme in den gesamten Nackenbereich abstrahlen. Das gilt generell: Wenn Sie anfällig für Nackenschmerzen sind, dann sollten Sie den Hals, die Nackenmuskeln und den Nackenwirbelbereich auch im Sommer mit einem Tuch schützen. Besonders kalte Zugluft (offenes Autofenster) ist sehr gefährlich.

Weitere Tipps, mit denen Sie Nackenschmerzen verhindern oder therapieren können:

  • Besorgen Sie sich ein Nackenkissen und eine rückenschonende Matratze.
  • Legen Sie auf die schmerzenden Stellen im Nacken einen warmen Quarkwickel
  • Falsches Sitzen bei der Arbeit (vor allem am Computer) löst Nackenschmerzen aus. Stehen Sie alle Stunde auf und machen Sie zehn Minuten Lockerungsübungen, um die verspannten Muskeln wieder zu entspannen
  • Beugen Sie Ihren Kopf im Stehen vorsichtig nach links, während Ihre rechte Hand sich nach unten streckt, bis Sie eine Dehnung im Hals rechts spüren. Halten Sie nun die Position für zehn Sekunden und fahren anschließend auf der linken Seite genauso fort
  • Heben Sie die Schulter beim Einatmen an und lassen Sie sie beim tiefen Ausatmen fallen. Wiederholen Sie die Übung fünf Mal
  • Lockern Sie die Schultern mit kreisenden Bewegungen auf und schütteln Sie die Arme aus.
  • Wenn Sie wegen des verspannten Nackens Kopfschmerzen bekommen, nehmen Sie entzündungshemmende Schmerzmittel
  • Auch ein Bandscheibenvorfall kann Nackenschmerzen auslösen: Beim Arzt abklären lassen.
  • Richten Sie Ihren Arbeitsplatz so ein, dass Sie Ihren Nacken in einer bequemen und zugleich gesunden Position halten.
  • Der Kirschsteinsack wird im Backofen aufgewärmt und dann auf die schmerzende Stelle gelegt. Besonders geeignet als wärmende Kompresse für die Nacht. Ca. 16 Mark (Bioladen, Reformhaus, Ökoversand).
  • Sauna oder Dampfbad tun Körper und Seele gut; die Wärme hilft auch gegen den Nackenschmerz. Lassen Sie beim kalten Duschen hinterher die verspannten Partien aus, damit sich die Muskeln nicht wieder verhärten.