Hausmittel bei Nagelbettentzündung

Hausmittel bei Nagelbettentzündung Foto: © Uwe Jendricke [Public domain], via Wikimedia Commons

Es gibt für fast alle gesundheitlichen Probleme gesunde und erprobte Hausmittel. Auch bei der schmerzhaften Nagelbettentzündung. Durch kleine Verletzungen im Nagelbett (gilt für Finger- wie auch für Zehennägel) können Pilze und/oder Bakterien in die Haut eindringen. Es kommt zu einer Entzündung, die Haut schwillt an, es kommt zu Schmerzen. Es bilden sich Eiterherde. Spätestens jetzt muss die Entzündung behandelt werden, sonst kommt es zu Wachstumsstörungen des Nagels kommen, das kann bis zur Ablösung des Nagels gehen. An chronischer Nagelbettentzündung leiden vor allem Diabetiker. Klingt die Entzündung nicht nach drei Tagen ab, sollten Sie zum Arzt gehen.

Hausmittel gegen Nagelbettentzündungen sind fast immer flüssig. Ganz simpel ist folgendes Hausmittel: Lösen Sie zwei Esslöffel Kernseifenflocken in einem Liter handwarmem Wasser auf. Darin baden Sie den entzündeten Nagel dreimal täglich für 10 Minuten. Auch Arnika ist hilfreich: Tränken Sie eine Kompresse mit Arnika- oder Kamillentee, auflegen und eine halbe Stunde einwirken lassen. Wenn es um Entzündungen geht, dann hilft fast immer Teebaumöl: Geben Sie 15 Tropfen Teebaumöl in einen Liter warmes Wasser. Darin den Nagel zweimal täglich jeweils zehn Minuten baden.

Sie können Ihre Nägel aber auch so schützen: Bereiten Sie eine Paste aus einem Teil frisch geriebenem Meerrettich und neun Teilen Honig. Mit dieser Paste bestreichen Sie den Nagel dreimal täglich. Eine Viertelstunde einwirken lassen. Noch ein Hausmittel auf Gemüsebasis: Walken Sie ein frisches Kohlblatt mit dem Nudelholz weich und wickeln Sie es um den entzündeten Nagel. Über Nacht dran lassen. Und natürlich darf Knoblauch nicht fehlen. Da gibt es dieses Hausmittel: Eine geschälte Knoblauchzehe in einer Tasse Milch aufkochen, abseihen, den Nagel in diesem Sud baden.

Die Kraft der Ringelblume wird in der Erfahrungsmedizin vielfach genutzt. Auch, wenn es um eine Nagelbettentzündung geht. Dieses Hausmittel können Sie selbst herstellen. Einen Esslöffel Schmierseife in einem Viertelliter warmem Wasser auflösen. Dann mit zwei gehäuften Teelöffeln Ringelblumenblüten (Apotheke) vermischen, aufkochen und drei bis fünf Minuten köcheln lassen, abseihen. Der entzündete Nagel wird darin zehn Minuten lang gebadet, am besten zweimal pro Tag.

Weitere Hausmittel gegen Nagelbettentuzündung

  • Bestreichen Sie die entzündete Stelle abends mit Nelkenöl.
  • Bereiten Sie ein heißes Bad mit 2 bis 3 EL Kochsalz. 15 Minuten ein wirken lassen, dann gut abtrocknen und eincremen.
  • Morgens und abends ein Bad mit Eichenrindentinktur (Apotheke).
  • Bestreichen Sie die entzündete Stelle mehrmals am Tag mit Aloe vera-Gel.
  • Legen Sie eine Kompresse mit schwarzer Zugsalbe an (Apotheke).
  • Baden Sie den entzündeten Nagel in einem Glas mit „Schwedenbitter“ (Apotheke), oder machen Sie damit Umschläge.
  • Baden Sie den Nagel in Rivanol-Lösung (Apotheke).
  • Baden Sie den Nagel abends in warmem Rosmarin-Tee.
  • Legen Sie Heilerde auf und lassen Sie die über Nacht einwirken.
  • Machen Sie Umschläge mit kaltem Lehmwasser.
  • Eitert der Finger bereits, legt man einen Leinsamenbrei als Umschlag auf. Sollte der Eiter abfließen, den Finger in Kamillentee baden. Dieser wirkt auch desinfizierend.