Hausmittel gegen Reizdarm

Reizdarm ist ein medizinisches Problem unter dem Millionen Menschen leiden. Ein Reizdarm kann der Auslöser für viele Krankheiten sein, die alle mit unserer Verdauung zu tun haben: Bauchschmerzen, Blähungen, Verstopfung und Durchfall gehören dazu. Um das genau abzuklären müssen Sie einen Arzt aufsuchen. Wichtig ist aber auch eine Veränderung des Lebensstils. Vor allem müssen Sie Stress und Überlastung in den Griff bekommen. Aber für die Behandlung von Reizdarm in Eigenregie gibt es auch viele alte und bewährtet Hausmittel.

Vier Tees, die bei Reizdarm helfen

Es gibt in der Hausmittel- und Erfahrungsmedizin vier bewährtet Tees, die bei Reizdarm lindern und helfen: Das sind Kümmel-, Anis-, Fenchel- und Baldriantee. Sie alle haben Inhalts- und Wirkstoffe, die entspannend und lindernd wirken und auf die Ursachen von Reizdarmproblemen einwirken. Kümmel unterstützt Magen, Galle und Leber bei der Fettverdauung. Fenchel ist wunderbar, wenn Sie von Blähungen geplagt werden. Anistee hilft bei iVerdauungsschwäche und bei Blähungen. Auch gegen Appetitlosigkeit kann er eingesetzt werden, ebenso gegen Magenkrämpfe. Baldrian beruhigt nicht nur die Nerven, sondern auch den Magen. Er verhindert Darmkrämpfe und ist gut bei einer Magenschleimhautentzündung. Wenn Sie unter einem Reizdarm leiden, dann sollten Sie mit diesen Tees eine Kur machen: Jeweils von einem Tee zwei Wochen klang täglich drei Tassen lauwarm trinken.

Hilfe bei Verstopfung durch Reizdarm

Eine sehr häufige Folge eines Reizdarm ist ein chronische Verstopfung, also müssen wir die Ursachen dafür vorwiegend in der Ernährung suchen. Da ist es zum Beispiel sehr hilfreich, wenn Sie täglich zum Frühstück Kleie essen. Weizenkleie ist reich an Ballaststoffen, an Vitaminen, Eisen und wichtigen Flavonoiden. Die Rückstände aus den harten Bestandteilen des Getreides, bestehend aus Schalen und Keimlingen, die nach dem Mahlen und Absieben von Weizenmehl zurückbleiben, regen die Peristaltik an und beugen damit auch Verstopfungen vor. Medizinische gesehen liegt eine Verstopfung vor, wenn Sie weniger als drei mal in der Woche Stuhlgang haben. Zusätzlich sollten Sie viel Flüssigkeit aufnehmen: Täglich etwa zwei bis drei Liter können die Beschwerden schon deutlich lindern.

Hier noch eine weitere Auswahl von bewährten Hausmitteln zur Behandlung der Beschwerden von Reizdarm:

  • Ihre Nahrung sollte etwa zur Hälfte aus Obst und Gemüse bestehen.
  • Atmen Sie zwei- bis dreimal täglich etwa acht Minuten tief und gleichmäßig in den Bauch hinein.
  • Vermeiden Sie in Ihrer Ernährung blähende Gemüsesorten wie Bohnen, Linsen, Zwiebeln oder Kohlgerichte.
  • Machen Sie sich täglich einen warmen Leibwickel: Ein Tuch mit warmem Wasser tränken, auswringen und auf den Bauch legen. Darüber ein Baumwolllaken, und darüber dann eine Wolldecke. Mindestens eine gute halbe Stunde liegen bleiben.
  • Gewöhnen Sie Ihren Darm an eine bestimmte Zeit zur Entleerung. Und lassen Sie sich auf der Toilette Zeit. Vermeiden Sie starkes Pressen.
  • Vermeiden Sie Alkohol, Nikotin und Kaffee.
  • Versuchen Sie, sich jeden Tag etwa 20 bis 30 Minuten kräftig zu bewegen: Radfahren, laufen, schnell spazieren gehen, schwimmen.

Manche Medikamente stören die Darmfunktion und verursachen Nebenwirkungen wie Blähungen und Bauchschmerzen. Das kann auf Dauer zu einem Reizdarm führen. Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, prüfen Sie, ob diese Medikamente nicht zu Reizdarm-Symptomen wie Verstopfung oder Durchfall führen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Einige Medikamente, die ohne Rezept in der Apotheke erhältlich sind, können Magenprobleme verursachen. Informieren Sie deshalb immer Ihren Arzt, welche Medikamente Sie einnehmen!.