Hausmittel bei Verbrennungen

Offenes Feuer wird bei uns im Haushalt kaum noch verwendet – außer man sitzt abends gemütlich am Kamin. Auch in der Küche ist es so gut wie völlig verschwunden und mit glühenden Materialien wird kaum noch gearbeitet. Dennoch kommt es immer wieder zu Verbrennungen: Zündelnde Kinder, die Grillfeste etc. Bei einer richtigen Verbrennung gibt es nur Eines: So schnell wie möglich zum Arzt, notfalls mit dem Rettungsdienst. Aber für eine kleinere Verbrennung oder für die Notfall-Erstversorgung gibt es viele gesunde Hausmittel.

Eiweiss wirkt wie ein natürliches Pflaster

Früher galt es als schnelles Hausmittel bei kleineren Verbrennungen: Die verbrannte Hauptstelle mit Butter, Öl oder Fett bestreichen und dann darüber Mehl streuen. Lassen Sie die Finger davon, denn das ist grober Unsinn und kann obendrein auch noch Entzündungen hervorrufen. Was Ihnen hilft ist folgendes bewährtes Hausmittel: Schlagen Sie schnell ein frisches Ei auf, nehmen Sie das Eiweiss und bestreichen Sie damit die verbrannte Stelle. Das wirkt wie ein natürliches Pflaster, Infektionen werden verhindert, es kann sich neue Haut bilden. Noch eine schnelle Hilfe bei Verbrennungen: Halten Sie die verbrannte Stelle sofort unter kaltes, fliessenden Wasser. Auf keinen Fall aber dürfen Sie Eiswasser verwenden.

Aloe vera-Saft verhindert Entzündungen

Die Inhaltsstoffe der Aloe vera-Pflanze werden in der Schönheits- und Hautpflege in vielfältiger Weise angewendet. Sie liefert aber auch eine gute Hilfe bei Verbrennungen: Nehmen Sie ein sauberes Leintuch, tränken Sie dieses mit 100%igem Aloe vera-Saft (aus der Apotheke oder dem Reformhaus) und bedecken Sie damit vorsichtig die verbrannte Hautstelle. Im Aloe vera-Saft ist der Wirkstoff Acemannan enthalten. Der verhindert eine hässliche Narbenbildung und fördert die Heilung. Acemannan hat eine starke antibakterielle und antivirale Wirkung und verhindert deshalb Infektionen der Brandwunde.

Noch mehr Hausmittel gegen Verbrennungen

  • Bestreichen Sie die Brandblase mit Quark oder Joghurt (nicht, wenn die Stelle schon offen ist).
  • Lassen Sie kleine Verbrennungen (keine Blasenbildung) an der Luft heilen. Stechen Sie Brandblasen nicht auf.
  • Bei einer Verbrühung die Kleidung sofort entfernen.
  • Bei einer Verbrennung die Kleider nur dann entfernen, wenn Sie nicht an der Haut oder der Wunde kleben. Da muss der Arzt ran.
  • Decken Sie die Verbrennung sofort mit einem sterilen Tuch ab.
  • Sehr oft finden sich im Verbandskasten eine sterile Alufolie: Damit die Verbrennung abdecken.
  • Legen Sie eine Scheibe frisch geschnittener Zwiebel auf die verletzte Stelle.
  • Wenn Sie sich die Zunge verbrannt haben, nehmen Sie einen kleinen Schluck Sahne zur Kühlung.
  • Tränken Sie ein sauberes, nicht fusselndes Tuch mit Sauerkrautsaft und legen Sie es auf die Wunde.
  • Halten Sie für alle Fälle im Gefrierfach eine biegsame Eiskompresse bereit.
  • Bedecken Sie die Brandstelle mit Scheiben von roher Kartoffel.
  • Berühren Sie eine Brandwunde niemals mit den Fingern.
  • Verwenden Sie keine Salben mit Fettanteil – dien halten die Hitze in der Verbrennung.