Hausmittel bei Wunden

Eine unachtsame Bewegung, ein zufälliger Griff ins Messer oder in eine Scherbe, ein Sturz – schon ist es passiert: Wir haben eine Wunde. Das reicht vom klaffenden Schnitt, über die Platzwunde bis hin zur geringfügigen Verletzung, die wir mit einem Pflaster behandeln können. Das kann aber auch eine Hautabschürfung sein, wenn wir Pech haben auch mit Schmutz in der Wunde. Generell gilt: Klaffende Wunden, große Platzwunden, Hautabschürfungen mit verdreckten Wundflächen müssen vom Arzt behandelt werden. Aber gegen die mehr oder weniger großen alltäglichen Wunden, die eher kleinen Verletzungen, gibt es bewährt und gesunde Hausmittel, mit denen Sie die Wunden behandeln können. Das sind schnelle Hilfen zuhause, oft auch die Erstversorgung, bevor man zum Arzt geht.

So heilen Sie Wunden

  • Die Blutung bei einer kleineren Wunde können Sie stoppen, wenn Sie ein in kochendem Wasser sterilisiertes und heißes Tuch auf die Wunde legen.
  • Eine kleine blutende Schnittwunde oder offene Verletzung unter laufendes kaltes Wasser halten. Das Wasser und die Blutung spült eventuellen Schmutz aus der Wunde.
  • Mischen Sie Honig und frisch geriebenen Meerrettich im Verhältnis 9 : 1 (Neun Esslöffel Honig auf einen Esslöffel Meerrettich) und bestreichen Sie damit die Wunde.
  • Hat sich Schorf gebildet. diesen auf keinen Fall abreißen. Auf der Wunde belassen, bis er von selbst abfällt. Dann hat sich neue haut über der Wunde gebildet.
  • Wenn Sie nichts anderes haben, dann können Sie als Erste Hilfe mit Schnaps desinfizieren. Zwei Bedingungen: Er muß hochprozentig sein (mind. 40%) und weiß).
  • Machen Sie Umschläge mit Honig auf die Wunden. Honig wirkt antibakteriell. Es muß naturbelassener Honig sein. Behandelter oder erhitzter Honig verliert die Wirkung.
  • Gegen eine offene Wunde nach dem Ausdrücken eines Pickels hilft das mehrmalige Auftragen von Schwedenbitter.
  • Es hilft oft auch, wenn Sie solche Mini-Wunden mit Zahnpasta abdecken.
  • Bestreichen Sie saubere Schürfwunden mit Aloe vera gel (unparfümiert).
  • Tragen Sie einen dünnen Film Propolistinktur oder Propoliscreme auf die Wunde auf.
  • Auf kleine Wunden können Sie Teebaumöl direkt auftrage n, bei größeren den Verband damit beträufeln oder es in die Wundsalbe mischen.
  • Quetschen Sie Wirsingblätter, bis der Saft austritt. Diesen über Wasserdampf sanfte erhitzen, ein steriles Tuch damit tränken und zweimal am Tag auf die Wunde legen.
  • Lösen Sie Vollkornbrot in Wasser auf, zerdrücken oder zerkauen Sie es und geben Sie diesen Brei mit kleingewürfelten Zwiebeln auf eine eiternde Wunde.
  • Halten Sie den verletzten Körperteil in die Höhe, bis die Blutung zum Stehen kommt.
  • Geben Sie fünf Tropfen Johanniskrautöl auf ein steriles Tuch und decken Sie damit die Wunde ab.
  • Wenn sich die Wunde geschlossen hat, können Sie durch tägliches Einreiben mit Johanniskrautöl die Narbenbildung positiv beeinflussen.
  • Bestreichen Sie kleine Wunden zur Förderung der Abheilung mit Ringelblumensalbe.
  • Nach etwa einer Woche hat sich die Wunde so weit geschlossen, daß jetzt frische Luft daran darf. Das beschleunigt den weiteren Heilungsprozeß.
  • Manche Verletzte können keine Blut sehen und drohen zu kollabieren: Etwas Bouillon oder Tee trinken lassen.
  • Bevor Sie an eine Verletzung rangehen, unbedingt die Hände waschen.
  • Wenn eine Wunde schlecht heilt, dann können Sie es mit Perubalsam (Apotheke) versuchen. Vorsiht bei Allergikern.
  • Bei Kratzwunden durch Tier oder Bisswunden die Verletzungen mit 3%iger Wasserstoffperoxidlösung auswaschen (hohe Infektionsgefahr).
  • Wenn der Verband schnell durchgeblutet ist, müssen Sie einen Druckverband anlegen. Wenn es geht, die Wunde über Herzhöhe ruhig lagern.
  • Wenn das Pflaster auf der Wunde festklebt, dann erwärmen Sie einen Liter Wasser, geben einen Teelöffel Salz dazu, lassen Sie darin Pflaster und Wunde aufweichen. Dann sanft von der Wunde ablösen.
  • Heilungsfördernd wirkt verdünnter Kamillentee oder Kamillentinktur.
  • Gießen Sie 20 g Echten Thymian mit einem Liter siedendem Wasser auf, zehn Minuten ziehen lassen, abkühlen und dann die Wunde beim Verbandswechsel damit waschen.